



Wie zahlreiche Städte der sogenannten “3. Welt” kann auch KAIRO
ohne unange- messene Übertreibung als atem- raubend häßlich bezeichnet werden.





Der kulturbeflissene Orientreisende sucht hier jedoch keine Anheimelung,sondern
die sich im Smog- horizont verbergenden Zeugnisse einer im heutigen Alltag vermißten einstmaligen Bedeutung Ägyptens.
gefallen da eher die idealisierenden Nachtaufnahmen des Bahnhofsvorplatzes “RAMSES SQUARE” oder den Blick vom KAIRO TOWER,den Nil aufwärts gen Süden.


Wer aber tatsächlich anreist,das heutige Gesicht Ägyptens zu suchen,findet es vielmehr in der herzlichen Gastfreundschaft der Menschen.
Sogar in der “Stadt der Toten”, dem sehr lebendigen Friedhof von Kairo.

Andersgläu- bigen gegen ein geringes Entgeld eine Sure
leben nunmehr komplette Familien zur Miete und laden zum Tee in die “gute Stube”.
Koransänger bieten dem staunenden
neugierige Streuner in dem riesigen Moloch Kairo
allenthalben unbekümmer tes Chaos und stolze Armut
Aber auch anderswo findet der

Wüstenfriedhof über dem Nildelta


Copyright 1988

Dem verwöhnten Auge des ästhetisierten Mitteleuropäers
In den ei- gentlich für nur kurzfristige Totenbesuche errichteten Häusern
Allenthalben stößt der Suchende
jenseits der touristischen Fallen auf unerwartete.
Zeugnisse der alten Zeit.
Jenseits des fruchtbaren, aber schmalen Landstreifens entlang des Nils, eröffnen sich die
unendlichen Weiten der nordafrkanischen Wüsten
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